Entzündlich-­rheumatische
System­erkrankungen

 

Die Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine zerstörerisch verlaufende, chronische, entzündlich Systemerkrankung. Sie geht mit symmetrischen Gelenk­entzündungen der Extremitäten einher. Meist sind die Finger- und Handgelenke befallen. Lebens­qualität und Lebens­dauer der Patienten sind bedroht. Folge­erkrankungen wie Infektionen, Herz­infarkt und Schlag­anfall treten gehäuft auf. Mit dem heutigen Therapie­konzept (frühe effektive Behandlung) kann die Krankheit meist beherrscht werden.

Die Psoriasisarthritis ist eine autoimmune entzündliche System­erkrankung mit peripherer Arthritis, einem entzündlichen Befall der Wirbel­säule (Spondylarthritis psoriatica), der Haut (Schuppenflechte/­Psoriasis vulgaris) und der Nägel (Nagelpsoriasis). In der Familien­historie kommen gehäuft Fälle mit entzündlichen Darm­erkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) oder entzündlicher Augen­erkrankung (Regenbogen­haut­entzündung/Iritis) vor. Die Unterscheidung zur Finger­polyarthrose kann schwierig sein.

Im Vordergrund der Beschwerden steht der entzündliche Rücken­schmerz, mit früh­morgendlichem Erwachen und Besserung auf Bewegung des jungen Erwachsenen. Im Einzelfall kann aufgrund der krankheits­assoziierten Sehnen­beschwerden ein Fibromyalgie-­Syndrom fehl­diagnostiziert werden. Typisch sind genetische Familien­hintergründe mit Schuppen­flechte oder Schuppen­flechten Arthritis, daneben auch Fälle mit entzündlichen Darm­erkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) oder entzündlicher Augen­erkrankung (Regenbogenhautentzündung/Iritis) in der Familie.

Bei der Polymyalgia rheumatica (PMR) treten muskel­katerartige Schmerzen mit teils massiver Schwäche der Nacken-­Schulter- sowie Becken-Oberschenkel­muskulatur mit schwerem Krank­heits­gefühl, schmerzhafter Schwellung der Schläfen­ader (Arteria temporalis), Gewichts­verlust und teils ausgeprägter Morgen­steifigkeit auf. Patienten haben größte Schwierigkeiten aufzustehen oder die Arme zu heben. Patienten mit dieser Verdachts­diagnose können vom Hausarzt als »Notfall« in unserem MVZ angemeldet werden.

Diese sehr seltene System­erkrankung ist durch Ent­zündungen von Gefäßen und folgender Schädigung der durch diese versorgten Organe charakterisiert. Bei den Vaskulitiden werden primäre (ohne bekannte Ursache) von sekundären Formen (mit bekannter Grund­erkrankung) unterschieden. Heutzutage sind diese Erkrankungen bei rechtzeitiger Diagnose und Therapie mittels Immun­suppressiva gut behandelbar und in Remission, d.h. Krankheits­inaktivität, zu bringen.

Bei den Kollagenosen richtet sich das Immun­system gegen den eigenen Körper. Man spricht von einer Autoimmun­erkrankung. Das Krankheits­geschehen variiert individuell abhängig von zugrunde­liegender Kollagenose. Haut, Binde­gewebe, Gelenke und innere Organe (Lunge, Niere, etc.) können betroffen sein. Diese Erkrankungen sind bei rechtzeitiger Diagnose mittels Immun­suppressiva gut behandelbar und in Remission, d.h. Krankheits­inaktivität, zu bringen.

Die reaktive oder post­infektiöse Arthritis ist eine entzündlich-­rheumatische Krankheit aus der Gruppe der Spondylo­arthritiden. Infolge einer bakteriellen Infektion (meist eine Durchfall­erkrankung oder eine Harnröhren­infektion) kommt es zu einer Immun­reaktion gegen körper­eigenes Gewebe – einer vorüber­gehenden Auto­immunantwort. Diese Erkrankung ist häufig, aber nicht immer mit dem HLA B27 Oberflächen­antigen assoziiert.

Weichteilrheumatismus

 

Bei der Polymyalgia rheumatica (PMR) treten muskel­katerartige Schmerzen mit teils massiver Schwäche der Nacken-­Schulter- sowie Becken-­Oberschenkel­muskulatur mit schwerem Krankheits­gefühl, schmerzhafter Schwellung der Schläfen­ader (Arteria temporalis), Gewichts­verlust und teils ausgeprägter Morgen­steifigkeit auf. Patienten haben größte Schwierigkeiten aufzustehen oder die Arme zu heben. Patienten mit dieser Verdachts­diagnose können vom Hausarzt als »Notfall« in unserem MVZ angemeldet werden.

Die Poly-/Myositis (PM) ist eine entzündlich-­rheumatische Muskel­erkrankung, bei der sich das Immun­system gegen den eigenen Körper richtet. Man bezeichnet diese daher auch als Auto­immun­erkrankung. Muskel­schmerzen, Schwäche und stark erhöhte Entzündungs­zeichen sind typische Symptome. Diese Erkrankung ist bei rechtzeitiger Diagnose mittels Immun­suppressiva meist gut behandelbar.

Die Dermatomyositis (DM) ist eine entzündlich-­rheumatische Haut- und Muskel­erkrankungen, bei der sich das Immun­system gegen den eigenen Körper richtet. Man bezeichnet diese daher auch als Auto­immun­erkrankung. Muskel­schmerzen, Haut­veränderungen, Schwäche und stark erhöhte Entzündungs­zeichen sind typische Symptome. Die Erkrankung ist bei rechtzeitiger Diagnose mittels Immun­suppressiva oft gut behandelbar.

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Enthesitiden bei Arthritis psoriatica oder axialer Spondylarthritis

Sehnenansatzschmerzen

Treten Sehnen­beschwerden dauerhaft ohne adäquate Belastung in unterschiedlichen Regionen auf und gibt es ergänzende Hinweise auf eine rheumatische Erkrankung (z.B. andere Gelenk­beschwerden mit Schwellungen, entzündlicher Rücken­schmerz mit früh­morgendlichem Erwachen und Besserung auf Bewegung, etc.) muss an eine rheumatische System­erkrankung (Schuppen­flechten­arthritis, Axiale Spondyl­arthritis) gedacht werden.

 

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Myofasziales Schmerzsyndrom

»Generalisierte Schmerzerkrankung«

Myofasziale Schmerzen gehen von der Muskulatur und den Faszien aus. Es finden sich typischerweise über­empfindliche Muskel­verhärtungen, die tastbar und druck­empfindlich sind. Diese werden als Myogelosen oder Triggerpunkte bezeichnet.

 

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Fibromyalgie

Myofasziales Schmerzsyndrom

Chronische Schmerzen in mehreren Körper­regionen welche im Rahmen von somatischen oder psychischen Erkrankungen auftreten und mit vegetativen und funktionellen Symptomen einhergehen, werden als Fibromyalgie­syndroms (FMS) bezeichnet. Grund­voraussetzung für die Diagnose­stellung eines FMS ist allerdings der Ausschluss anderer Erkrankungen, welche die Beschwerden ausreichend erklären können.

 

Stoffwechsel­erkrankungen

 

Aufgrund eines erhöhten Harnsäure­spiegels kommt es bei dieser Form der Arthritis zum akuten Ausfall von Harn­säure­kristallen in die Gelenk­flüssigkeit, wodurch unverzüglich eine ausgeprägte stark schmerzhafte lokale Entzündungs­reaktion ausgelöst wird, die in der o.g. Arthritis kumuliert.

Bei der Pseudo-­Gicht kommt es v.a. bei älteren Patienten, meist Frauen, zu akutem Ausfall von Pyruvat (Hydroxyl-Apatit). Überwiegend sind täglich belastete und degenerativ veränderte Gelenke betroffen (Hand­gelenk, Knie­gelenk, Sprung­gelenk).

Bei einigen Stoffwechsel­erkrankungen kann es im Verlauf derselben zu rheumatischen Manifestationen kommen. Deren Abgrenzung zu den entzündlich-­rheumatischen Systemer­krankungen ist wichtig, um die sich hierbei unterscheidende Therapie einleiten zu können.

Osteoporose

 
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Entzündlich bedingte Formen der Osteoporose

Osteoporose bei entzündlichen System­erkankungen

Bei chronisch entzündlichen Erkrankungen für der zugrunde­liegende Entzündungs­prozess zu einem beschleunigtem Knochen­abbau (schneller Prozess), der durch den Knochen­aufbau (langsamer Prozess) nicht ausgeglichen werden kann. Hierdurch besteht ein erhöhtes Fraktur­risiko, welches frühzeitig erfasst werden muss.

 

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Steroid bedingte Osteoporose

Kortison-induzierte Osteoporose

Der Einsatz von Kortikosteroiden für bei Patienten zu einer reduzierten Kalzium-­Resorption und teilweise schon nach wenigen Wochen der Therapie zu einem beschleunigtem Knochen­abbau (schneller Prozess), der durch den Knochen­aufbau (langsamer Prozess) nicht ausgeglichen werden kann. Hierdurch besteht ein erhöhtes Fraktur­risiko, welches frühzeitig erfasst und ggf. therapiert werden muss.

 

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Postmenopausale Osteoporose

Knochenschwund in den Wechseljahren

In den Wechsel­jahren kommt es auf dem Boden des hierdurch bedingt veränderten Hormon­status der Frau zu einer beschleunigten Reduktion der Knochen­dichte und der Knochen­stabilität. Dieser Vorgang sollte rechtzeitig erkannt und ggf. auch therapiert werden.

 

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Osteoporose bei Tumoren

Tumor-bedingter Knochenschwund

Bei Tumor Erkrankungen kommt es über assoziierte Entzündungs­prozess häufig zu einem beschleunigtem Knochen­abbau (schneller Prozess), der durch den Knochen­aufbau (langsamer Prozess) nicht ausgeglichen werden kann. Hierdurch besteht bei diese bereits geschwächten Patienten zusätzlich ein erhöhtes Fraktur­risiko. Diese sollte frühzeitig erfasst und therapiert werden. Daher ist die Knochen­dichte­messung in der Onkologie fest Standard in der Versorgung.

 

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Endokrine Formen der Osteoporose

Knochenschwund bei Stoffwechselerkrankungen

Aufgrund der Störung der hormonalen Regulation des Knochenauf- und Abbaus kommt es bei einigen sogenannten Endokrinen Erkrankungen vermehrt zum Auftreten von Osteoporose mit gehäuft auftretenden Frakturen. Diese Störungen sollten möglichst rasch erkannt und therapiert werden. Aber auch die begleitende Osteoporose bedarf der leitlinien­gerechten Behandlung.

 

Degenerative Gelenk­erkrankungen

 
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Polyarthrose

Gelenkverschleiß

Von der Polyarthrose spricht man, wenn mehrere bis viele Gelenke von Verschleiß assoziierten Beschwerden und Schmerzen betroffen sind. Eine Sonder­form stellt die Finger­polyarthrose dar, die gehäuft bei Frauen auftritt. Neben allgemeiner Belastung sind Sport, Verletzungen und der genetische Hinter­grund mit­verantwortlich für das Auftreten dieser Veränderungen.

 

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Fingerpolyarthrose

Verschleiss der Finger­gelenke

Die Fingerpolyarthrose ist eine idiopathische Arthrose der Finger­gelenke. Beim Befall des Daumen­grund­gelenkes spricht man von der Rhiz­arthrose, bei den Finger­mittel­gelenken von der Bouchard-­Arthrose und bei den Finger­endgelenken von der Heberden-­Arthrose. Die Arthrosen gehen teilweise mit Schmerzen und Bewegungs­einschränkungen einher, können aber auch symptomlos ablaufen.

 

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Hallux valgus und rigidus

Verschleiss des Groß­zehengelenks

Der Hallux valgus mit Fehl­stellung der Groß­zehe ist Folge einer gestörten Bio­mechanik des Fußes mit Abweichung des ersten Mittel­fußknochens „nach innen“ und folgender Stellung der Groß­zehe nach „außen“. Hierdurch tritt die innen­seitige Fuß­kontur teils deutlich hervor, sodass bei Belastung leicht Schleim­beutel­entzündungen auftreten. Gehäuft finden sich Krallen- und Hammer­zehen mit verkürzten Beuge­sehnen der Zehen assoziiert.

 

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Arthrose der grolßen Gelenke

Verschleiss der großen Gelenke

Beim Verschleiß der großen Gelenke spricht man von Kox­arthrose (Hüfte), Gon­arthrose (Knie), Sprung­gelenks­arthrose, Om­arthrose (Schulter), Cubital­arthrose (Ellbogen) und Handgelenksarthrose. Bei ausgeprägten Veränderungen ist heut­zutage der Ersatz durch eine Total­endoprothese (TEP) ein häufig eingesetztes und etabliertes Verfahren. Das künstliche Gelenk »hält« häufig 10 – 20 Jahre.

 

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Degenerative Wirbelsäulen­erkrankungen

Verschleiss der Wirbel­säule

Der chronische Rücken­schmerz, eine Folge degenerativer Wirbel­säulen­erkrankungen ist eine der häufigsten Ursachen der gelenk­bezogenen Früh­berentung. Aus Sicht des Rheumatologen ist der entzündliche Rücken­schmerz des jungen Patienten mit früh­morgendlichem Erwachen (z.B. 2 Uhr morgens) mit Besserung auf Bewegung als Symptom einer entzündlichen Wirbel­säulen­erkrankung zu unterscheiden. Letzterer gehört zwingend vom Rheumatologen abgeklärt.

 

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Karpal-Tunnel-Syndrom

(KTS)

Beim Karpal Tunnel Syndrom (KTS) kommt es zu einem Engpass Syndrom des Nervus medianus, der Daumen-, Zeigefinger- und Mittelfinger der Hand mit Beeinträchtigung der Sensibilität (Taubheit) und Kraft.